Erstes Kapitel: Ouvertüre zum Desaster!

Mein ungutes Omen!

Liebe Leser, eins vorweg, es erwartet Sie der blanke Irrsinn. Von meinem Gehirn ersonnene Spinnereien. Fantasiewelten von biologischer Materie geschmiedet! Frage, warum soll real existierende Masse geistige Dinge hervorbringen, die prinzipiell gesehen unmöglich in der realen Welt zu bewerkstelligen sind?

Spontan ziehe ich es vor, Sie auf einige Vorkommnisse der letzten Jahre hinzuweisen. Also auf Phänomene, die mir passierten, ehe ich begann diesen Science-Fiction-Thriller zu schreiben.

Am Anfang stand ein Kurzurlaub in Manhattan im Jahr 2014! Mir wurden in der New York Public Library (NYPL) beim Ausleihen eines Kinderbuches zwei aneinandergeheftete dünne Bücher in die Hände gespielt. Es handelte sich um Notizbücher, eines davon war eine Art Taschenbuch! Auf dem Buch mit Harteinband befand sich verschwommen das Symbol des Auges der Vorsehung. Sie müssen nun wissen, dass sich mein Interesse für Grenzwissenschaften extrem in Grenzen hält! In den Texten war fernerhin keine Rede von einem spirituellen Weg der Erkenntnis. Eine Thematik, welche mich schon eher interessiert hätte. Das Gegenteil war der Fall gewesen. Eigentümlicherweise begann ich trotzdem die Notizen zu lesen! Ich geriet immer mehr in den Bann des esoterischen Kontextes beider Bücher. Wie unter der Wirkung eines Zaubertranks übernahmen die visionären Aussagen die Kontrolle über meine Gedanken! Nach wie vor bin ich mir im Unklaren, ob mich etwas prädestinierte jemands Henkers Knecht an der gesamten Menschheit im Jahr 2050 zu sein?

„Die Irregularität, die mir in der NYPL widerfuhr, ist komplexer Natur, doch ihr Grundmuster folgt einer simplen Logik, wie Sie noch feststellen werden! Der Verlauf meines bisher unbeschwerten Daseins bekam jedenfalls durch eine Diskrepanz, geschehen beim Ausleihen eines Kinderbuches in der Public Library, einen unheimlichen Schlenker!“

Zunächst hatte ich nur ein banales Kinderbuch in der NYPL ausgeliehen. Als ich es zurückgeben wollte, wurde mir gesagt, dass dieses Buch gar nicht zum Bestand der Bibliothek gehören würde. Im Buchregister befand sich jedenfalls kein Eintrag zur ISBN-10: 1492648531. Seitdem bewahrte ich das Buch, samt den beiden Notizbüchern in meinem Besitz!

„Diese drei Bücher würden sich auch heute noch in meiner Bibliothek befinden, wäre es nicht zu einer weiteren Irregularität im Jahr 2018 gekommen bei der nur das Kinderbuch übrig blieb!“

Die in den Notizbüchern aufgeworfene apokalyptische Thematik klang sehr interessant, war aber total an den Haaren herbeigezogen. Nichtsdestotrotz bereiteten die Berichte in den Notizen mir etwas Unbehagen. Mein anfänglicher Argwohn gegenüber den Aussagen wich dennoch einer gewissen Unbekümmertheit angesichts der aufgeführten extrem utopischen Prognosen. Dieses Sammelsurium an Unwahrscheinlichkeiten ließ eine schlüssige Struktur erkennen. Mein Interesse wuchs! Ich begann die eine oder andere Seite zu scannen und auszudrucken, stellte eigene Überlegungen an und vermerkte Randnotizen dazu. Die nächsten drei Monate füllte ich einen großen Ordner mit meinen Aufzeichnungen. Bloß zum Spaß benutzte ich alsdann diese Ansammlung an Notizen, um einen Science-Fiction-Thriller zu schreiben. Bisher hatte ich nur Inszenierungsbücher für das Theater verfasst.

„Allerdings seit der Fertigstellung meines Romans am 6. Februar 2018, gewinnt diese Ironie meines Schicksals in der NYPL an Dynamik! Momentan empfinde ich mein Dasein, als hätte man meine Seele in ein Spiegellabyrinth ohne Ausgang katapultiert. Mit dem Schreiben meines Science-Fiction-Thrillers bin ich scheinbar eine unheilige Allianz mit einer unbekannten Herrschaft eingegangen! Ungewollt, aber nicht unbewusst befürchte ich, dass ich zu einem Instrument im apokalyptischen Konzept eines Unbekannten einer unbekannten Macht werde.“

Die Herkunft der Bücher geriet über dem Schreiben und Recherchieren in Vergessenheit. Ich hatte den Vorfall im NYPL eh unter die Rubrik „mysteriöser Trick“ oder „Versteckte Kamera“ abgetan! Erst das Intermezzo in meiner häuslichen Bibliothek am 6. Februar 2018 rief mir das mysteriöse Geschehen wieder vehement ins Gedächtnis zurück.

„Die magische Kraft der Aussagen in den Notizbüchern wirkt heute stärker denn je auf meine Gedankenwelt!“

Derzeitig befürchte ich, dass dieses kuriose Ausleihen der drei Bücher am Anfang einer apokalyptischen Szenerie in der Zukunft stehen könnte. In meinem Science-Fiction-Thriller wird eine elitäre Minderheit beschrieben, etwas mehr als eine halbe Milliarde Menschen zählend, die versuchen wird die restliche Weltbevölkerung zu vernichten! Die besagten Notizbücher enthalten das Drehbuch zu einem solchen Szenario und lieferten mir den Stoff zum Schreiben! Jemand scheint meinen ungebremsten Vorwitz instrumentalisiert zu haben, um im Räderwerk der Vernichtung ein fehlendes Bauteil einzusetzen, geeignet um einen apokalyptischen Prozess in Gang zu setzen.

„Am Tag der Fertigstellung meines Manuskripts geschah dann etwas, was meine vage Vorahnung des Eingreifens einer außerirdischen Macht bekräftigte. Eine Similarität zu einem Vorfall in meinem Science-Fiction-Thriller „Nur 4 Stunden, um die Welt zu retten“ war passiert! Sollten die Notizbücher irgendeinen Wahrheitsgehalt enthalten, dann kommen lediglich übersinnliche Wissenschaftler als Verfasser infrage!“

Es sind Monate vergangen, seitdem ich mein fertiges Werk auf meinem Computer abspeichert habe. Ich weiß mir keinen Rat, wie ich mich jetzt verhalten soll. Vorerst muss ich meine Fantasien noch Korrekturlesen lassen, respektive ich werde mein Manuskript nur Freunden zum Lesen geben! Aber soll ich wirklich irgendwann einmal eine Veröffentlichung riskieren oder lieber davon ablassen? Gleichwohl werde ich demnächst eine Entscheidung fällen müssen.

Im Resümee! Seit der Lektüre dieser Notizbücher sehe ich mich zusehends in der Rolle eines Jokers im Kartenspiel einer Verschwörungsgesellschaft. Ich werde den Argwohn nicht los, dass eine zukünftige Rasse der Gattung Homo in der Ordnung von extraterrestrischen Primaten mich als Spielball ihrer Machenschaften zu missbrauchen versucht. Zum jetzigen Zeitpunkt scheint mir deren Vorgehen lediglich nur konspirativ gegen die Homo sapiens gerichtet zu sein! Ab dem 6. Februar 2018, nachdem ich mein Manuskript auch auf anderen digitalen Medien hinterlegt hatte, beherrscht dieses vergessene Omen erneut meinen Alltag. Mein Dilemma besteht darin, dass egal zu welcher Handlungsweise ich mich hinreißen lasse, eine zukünftige weltumspannende Katastrophe nicht ausbleiben wird.

Im folgenden Abschnitt erleben Sie, wie die Ausleihe des Kinderbuches im NYPL verlief. Vielleicht erlaubt Ihnen die Inaugenscheinnahme der verschiedenen Details, meine Bedenken der zu erwartenden Konsequenzen besser nachzuvollziehen. Womöglich werden Sie sogar meine Befürchtungen mit mir teilen!

Ein Trip nach Big Apple mit Konsequenzen!

Ich befand mich 2014 auf einem einwöchigen Kurzurlaub in New York. Als Highlight meines Trips stand am Donnerstag, den 6. Februar, am Vortag meiner Abreise, die Visite der Public Library auf meinem Programm. Um das Angebot an Attraktionen nutzen zu können, registrierte ich eine Bibliothekskarte. Ich steckte die Karte in die linke Hemdtasche. Wie im Reiseprospekt vorgeschlagen entschied ich mich, zuerst an der Ausstellungstour teilzunehmen. Danach nahm ich die Gelegenheit wahr, im Raum ‘Public Access Computer‘ in den Bücherkatalogen der Bibliothek unter „Erdbeben“ herumzustöbern. Beim Überfliegen der Buchregister fiel mir das Kinderbuch ‘Frederik Sandwich and the earthquake that couldn’t possibly be‘ von Kevin Scott auf. Mich wunderte sofort, dass eine Geschichte für Kinder erdacht inmitten von Wissenschaftsbüchern aufgeführt wurde! Aus Vorwitz las ich den Klappentext! Das Datum der Erstveröffentlichung: 2018!!! Diese vorgezogene Jahreszahl schürte in mir den Schnüffelinstinkt. Meine Neigung, Ungereimtheiten zu hinterfragen hatte sich wie schon öfters geschehen durchgesetzt. Ich ließ mir das Buch aushändigen in der Annahme, dass man sich im Datum geirrt haben müsste. Doch dem war nicht so: February 6, 2018; ISBN-10: 1492648531, stand im Impressum. Zudem klebte ganzseitig am Rückdeckel als Anhang ein geschlossener Briefumschlag.

Ich verzog mich in den ‘Rose Main Reading Room‘. In einem Eckbereich, wo nur wenige Leute saßen, nahm ich Platz. Ich fühlte mich dort unbeobachtet. Die Kindergeschichte überflog ich kurz. Ich wendete mich alsdann dem sonderbaren Umschlag zu und vergaß den Anlass, warum ich das Buch ausgeliehen hatte. Ich öffnete diesen, nahe an der Unterkante des Buchdeckels, mit einem schnellen Schnitt meines scharfen Minitaschenmessers. Ich stellte das Buch schräg auf die Tischplatte. Aus dem Briefumschlag fielen zwei Bücher heraus. Diese waren aneinandergeheftet! Das mit dem weichen Deckel, ein Notizbuch, klebte auf dem Hartdeckel des anderen. Letzteres schien eine Esoterik zu thematisieren. Wie schon erwähnt, nicht so mein Ding!

Daumenkinomäßig, allerdings langsamer, blätterte ich durch die Seiten des Notizbuches. Es bestand aus 40 gebundenen bedruckten Notizblättern. Dann begann ich beim schnellen Durchblättern im Text zu schmökern. Fast jede Seite war versetzt mit Vermerken zweier verschiedener Handschriften. Ich kehrte zum Anfang der Notizen zurück und begann konzentrierter den sonderbaren Text zu lesen.

Die gedruckten Zeilen sowie einige handschriftliche Randnotizen ließen auf den namentlich erwähnten Autor Carsten Howigg schließen, ein Nuklearbiologe. Die meisten Notizen jedoch, allesamt Fußnoten, wurden meines Erachtens von dem Nuklearphysiker Ethan McAlister verfasst. Ich kam zu diesem Schluss, weil die gedruckten Texte an diesen Mann adressiert waren.

Nachdem ich das Notizbuch im Detail durchgelesen hatte, fotografierte ich jede Seite mit meinem Handy. Anschließend wollte ich das Buch zurückgeben. Ich legte es derart auf die Theke der Bücherausgabe, dass die Bücher nicht sofort aus dem geöffneten Umschlag herausfallen konnten. Der Beamte, ein junger Schwarzer, nahm das Buch und begann unerwartet es nach allen Seiten in seinen Händen zu drehen. Dabei fiel der Inhalt aus dem Umschlag. Er legte die Bücher unbeeindruckt wieder zurück und begann etwas verdutzt dreinschauend auf seiner Tastatur herumzutippen. Kurz danach teilte er mir mit, dass sich im Register kein Eintrag zum Titel befände und unter der ISBN noch kein Buch gekennzeichnet wäre. Außerdem sähe er keine NYPL-Eintragungsnummer.

Da ich insistierte das Buch zuvor ausgeliehen zu haben, fragte der Beamte mich nach meinem Namen. Unter Ries waren in seinem Verzeichnis mehrere Leser eingetragen, doch meiner befand sich nicht darunter. Ich wollte meine Bibliothekskarte vorzeigen. Doch meine Hemdtasche war leer! Perplex die Karte dort nicht vorzufinden schaute ich instinktiv in meinem Bankkartenhalter und in allen anderen Taschen nach. Ohne Erfolg! Ich beharrte dennoch, darauf das Buch zuvor ausgeliehen zu haben, worauf der Beamte aber nicht mehr einging. Mit einem Achselzucken und einem mitleidigen Lächeln gab er mir alles zurück und wandte sich dem nächsten Kunden zu. Ich merkte mir noch seinen Namen auf dem Namensschild seines Hemdes, sah aber keinen Bedarf, den zu notieren. Er hieß Jo Bo! Dieser sehr jugendlich wirkende Mann war wirklich ein Beau! Seine Mitarbeiterin, eine junge Frau mit wunderschönen Rehaugen, konnte ihren Blick fast nicht von ihm lassen.

„Beim Schreiben meines Science-Fiction-Thrillers erinnerte ich mich an diesen Vorfall und ich ließ in meiner Geschichte ebenfalls einfach so Gegenstände verschwinden!“

Im Raum ‘Public Access Computer‘ zurückgekehrt, suchte ich ohne Erfolg im Register für Wissenschaftsbücher nach dem Kinderbuch. Mein Unterfangen den Titel unter „Erdbeben“ oder unter sonstigen Suchbegriffen wie, Autor, ISBN usw. ausfindig zu machen, um auf die besagte Kindergeschichte zu stoßen, blieben ergebnislos. Meine Recherchen in den Katalogen der Bibliothek sowie im WWW bestätigten die Information des Beamten: Das Buch, das ich in meinen Händen hielt, existierte nicht. Eine Erzählung mit besagtem Titel hatte der Autor Kevin John Scott zu dem Zeitpunkt noch nicht verfasst.

Ich behielt das „Unbuch“ samt Umschlag. Tags darauf flog ich nach Luxemburg zurück. Von den Fotos speicherte ich eine Kopie auf meinem Computer wie auch auf einer externen Festplatte. Anhand der Aufzeichnungen aus dem Notizbuch begann ich im Internet nach Hintergründen der dort beschriebenen Geschehnisse zu recherchieren. Eine spezielle Relevanz zwischen den Notizen, meinen Recherchen und der Geschichte im Kinderbuch wusste ich nicht nachzuvollziehen. Der Text im Buch mit dem Symbol des Auges der Vorsehung hatte zu der Kindergeschichte keinen Bezug! Über dem Lesen der Notizen blätterte ich hie und da wieder im Kinderbuch. Ich fragte ich mich, wer und warum, jemand seine wissenschaftlich verfassten Fantasien an ein Buch für Kinder gedacht bindet?

Die Niederschrift der Notizen beginnt am 27. Mai 2050. Die einzelnen Artikel beschreiben eine zukünftige Apokalypse, die in Verbindung steht mit der Esoterik im anderen Buch. Ich begann trotz meiner Abneigung gegenüber solchen Themen konzentrierte zu lesen. Die Texte berichteten von längst vergangenen Ereignissen sowie aktuelleren. Einige davon konnte ich im Internet aufspüren, wobei ich auf zeitbezogene Reportagen mit illusteren Hinweisen stieß. Zu anderen Reigen, gewiss Fantasien, fehlten aber jegliche Anhaltspunkte. Ich machte mir meinen Reim darauf, verfasste Notizen, erschuf literarische Rahmenbedingungen für eine Erzählung und schrieb einen Science-Fiction-Thriller. Nichtwillentlich, produzierte ich vermutlich den Schlüssel zur Öffnung der Büchse der Pandora, obwohl sich in meinem Roman keine solche Absicht verbirgt, auch nicht zwischen den Zeilen.

Wie hätte ich erahnen sollen, dass die Geschichte in meinem Science-Fiktion-Thriller das fehlende Puzzleteil eines apokalyptischen Netzwerks darstellte.

Meine Erzählung!

Mein Erstlingswerk, der Thriller „Nur 4 Stunden, um die Welt zu retten!“, entstand aus Mutmaßungen zu den erwähnten apokalyptischen Geschehen in den beiden Büchern. Der Hauptteil meiner Geschichte spielt sich in New York ab, währenddessen die Vernetzung aller Elemente bis hin in ein Paralleluniversum reicht. Die Vision des atemberaubenden unterirdischen Gartens Lowline war die Inspiration für meine Erzählung, inwiefern das Überleben der Menschheit sich logisch mit einer Endzeiterzählung gestaltet!

Während vier Jahren, seit 2014, habe ich an meinem Werk gearbeitet; 851 Seiten, 190.000 Wörter, 58 Kapitel und 50 Protagonisten. Ich nutze das fantastische Design eines unterirdischen Parks, um die Endphase eines Weltuntergangs zu inszenieren. Mein Science-Fiction-Thriller ist in einem realen, aber auch futuristischen Rahmen integriert.

Meine Geschichte belebt keine veralteten Verschwörungstheorien über Katastrophen, noch entwickelt es neue abstruse Schlussfolgerungen hierzu! Verschiedene Ereignisse sind dokumentarisch aufgestellt, doch weder beweisbar oder nachvollziehbar. Diese entsprangen nur dem Brunnen meiner Fantasie!

Meine 50 starken männlichen und weiblichen Figuren sowie ihre besonderen Lebenssituationen sind in ein 4-stündiges packendes emotionales Spektakel eingebunden. Der Science-Fiction-Thriller ist ein 58-teiliges Puzzle. Das Thema ist hintergründig mit scheinbar unbedeutenden Ereignissen vernetzt, kaschiert in den einzelnen Kapiteln.

Die Handlung ist simpel aufgestellt und die Geschichte wird leichtfüßig erzählt. Eher leichte Kost. Die philosophische Mehrdeutigkeit der Geschichte entwickelt sich nur zwischen den Zeilen. Um meine Situation besser zu begreifen, müsste man den Vorspann zu meiner Erzählung kennen. Zudem muss man den Moment des apokalyptischen Showdowns wahrnehmen, den thematischen Rahmen erkennen und das wegweisende Intermezzo zu meiner Befürchtung verstehen.

„Gleichzeitig befürchte ich, dass unter dem Bann der folgenden Zeilen, so mancher Leser ebenfalls ungewollt zum Mitwirkenden im apokalyptischen Spiel eines Unbekannten wird!“

Vorspann zur Handlung!

Weltweit herrschen 2068 sowohl futuristische wie auch mittelalterliche Verhältnisse. Eine elitäre Splittergruppe von 500.112.000 Menschen lebt in einer hoch technisierten Parallelwelt. Sie waren nicht vor 18 Jahren der Serie erdumfassender apokalyptischer Katastrophen ausgesetzt gewesen.

Weitere hunderttausend Menschen – über den Globus verstreut und bar jeglicher Technologie – vermochten weitestgehend unversehrt im Untergrund von Großstädten ebenfalls zu überleben. Die Untergrundparkanlage „Low Line“ in Manhattan sowie ähnliche unterirdische Parks weltweit, waren zu einer Art Rettungsinseln für Zigtausende von Seelen geworden.

Worüber nur noch sehr wenige Bescheid wissen: Vor fast 200 Jahre war das Zahnradgetriebe eines Endzeitspektakels wegen der Suche nach dem philosophischen Buch „Apologia“ in Bewegung geraten. Laut unbenannten Zeitzeugen war im siebzehnten Jahrhundert diese scharfsinnige Niederschrift in Luxemburg verloren gegangen. Über die Grenzen des damaligen Herzogtums hinaus, kursierten seitdem die geheimnisvollsten Geschichten um den Kontext dieses Buches. Um das Jahr 1864 fokussierten 17 autark suchende Philosophen, aus den verschiedensten Ecken Europas kommend, ihre Nachforschungen nach diesem Buch. In der historischen Festung Luxemburg, bekannt unter dem Namen „Gibraltar des Nordens“ trafen diese 17 Herren dann unverhofft aufeinander. Im Fort Thüngen („Dräi Eechelen“), in den Kasematten, wurden sie angeblich fündig. Zur selben Zeit war der Generalleutnant Wilhelm Karl Stoltz, gemeinsam mit seinem Freund Generalmajor Karl Gustav Emil Albert Crusius, in den unterirdischen Gewölben unterwegs gewesen. Stoltz war der damalige Geniedirektor der Festung Luxemburg und zuständig für die Schleifung der Wehranlage. Crusius war Artilleriedirektor und außerdem der Obermeister der Luxemburger Freimaurerloge. Nach einem Saufgelage mit den anderen Offizieren im Fort Thüngen hatten sich diese angeheiterten Männer in den Kasematten verlaufen! In der Trunkenheit der Weinseligkeit misslang die Arretierung der 17 Philosophen. Die Begegnung endigte in einer die restliche Nacht anhaltende philosophische Auseinandersetzung über den Sinn des Lebens.

Der Tag der Zusammenkunft dieser 19 Herren war das Geburtsdatum einer konspirativen Gesellschaft, deren anfängliches Streben nach Vernunft sich zusehends in Machtstreben verkehrte. Ihr erwachender Herrschaftsanspruch entwickelte fortan eine unberechenbare apokalyptische Eigendynamik, …

Der Moment des apokalyptischen Showdowns!

An einem Augustnachmittag im Jahr 2068, nach zermürbenden Monaten der Isolation in dunkler Kälte, wird plötzlich die New Yorker Metropolitan Area nach allen Seiten wieder sichtbar. Das Quecksilber steigt auf 40 Grad und die Einwohner Manhattans sehen von der „High Line“ aus, dass sich die todbringende „schwarze Schranke“ in Nichts aufgelöst hat. Aber das eigentliche Schauspiel des Endes der Zeit steht noch bevor, …

Wer wird David sein, wer ist Goliath? Und wer sonst vermochte in den vergangenen vier Stunden eine weitere Apokalypse zu inszenieren?

Der thematische Rahmen der Erzählung!

Reale Ereignisse und historische Persönlichkeiten der letzten zwei Jahrhunderte sind mit meinen fiktiven Figuren und anderen Geschichten verflochten. Drei Beispiele unter vielen: ein Meteoriteneinschlag in Mexiko 1969, eine Serie von Erdbeben in der Chihuahua-Wüste 2012 und der Glaube von ein paar erfundenen Geistesgrößen, einem verloren geglaubten Buch des Philosophen Baruch de Spinoza in Europa fündig zu werden. Diese Exempel sowie andere, gehören zu den wahren und unwahren Ereignissen, die ich der Historie entnommen oder hinzugefügt habe. Diese Prämissen liefern die Chronologie meiner Fantasiewelten und unterstützen bei der realistischen Darstellung der Protagonisten bis hin zum unerwarteten Debakel am Ende der Zeit.

Diesem Science-Fiction-Thriller mit historischem Hintergrund heftet folgende Botschaft an:

„Gehorcht intelligentes Leben vielleicht einfach nur den Regeln eines komplexen und teilweise perversen Spiels der bewussten Art des Existierens! Oder verbirgt sich im Bewusstsein des Daseins ein universeller und spiritueller Wille der edlen Art! Welcher Logik folgt dieses ungnädige Spektakel im Wechsel von Geburt und Tod, von Kommen und Gehen, von Begrüßen und Verabschieden?“

Das wegweisende Intermezzo zu meiner Befürchtung!

Am Tag der Fertigstellung meines Science-Fiction-Thrillers, am 6. Februar 2018, zog ich besagtes Kinderbuch aus meiner Bibliothek hervor. Ich tat dies nur zu meiner freudigen Erinnerung an das Geschehene in New York. Beim Herausnehmen schwebte eine Wolke extrem feinkörnigen Staubes zu Boden! Erst letzte Woche, beim Abstauben der Bibliothek, hatte meine Reinigungskraft jedes Buch einzeln in die Hand genommen. Ihre Liebe für Ordnung und Sauberkeit grenzt schon fast an eine Reinheitsphobie. Meine Büchersammlung hätte folglich mehr als nur annehmbar staubfrei sein müssen. Der Test mit dem wischenden Zeigefinger auf einem anderen Regal hinterließ keine verräterischen Streifen. Ohne im Buch herum zu schmökern, was meine Absicht gewesen war, stellte ich es in meine Bibliothek zurück. Erst dann registrierte ich erschrocken, dass der Briefumschlag nicht mehr auf der Rückseite klebte. Auch die beiden Bücher fehlten. Ich durchstöberte alle Regale, nirgendwo in der Bibliothek waren sie zu finden. Auf dem Rückdeckel des Buches konnte ich weder Kleberückstände noch Kratzer oder Papierrückstände erkennen, die man beim Herunterreißen hinterlässt. Eine Suche in meinen gewohnten Leseecken war erfolglos! Der Briefumschlag samt Inhalt blieb verschollen!

Mir fielen Ähnlichkeiten auf zwischen diesem sonderbaren Abhandenkommen des Umschlags und den von mir in meinem Thriller gesponnenen Phantasmen des Verschwindens. Sofort kontrollierte ich auf meinem Handy und dem Computer, ob die dort gespeicherten Kopien der Notizbücher noch vorhanden waren. Die Folder waren leer. Alle entsprechenden Dateien auf meiner Cloud und der externen Festplatte waren gelöscht. Sogar die ausgedruckten Fotos der Seiten aus dem Notizbuch, mit oder ohne meine persönlichen Randnotizen, waren aus meinem Schriftstellerordner verschwunden. Lediglich das Manuskript meines Science-Fiction-Thrillers „Nur 4 Stunden, um die Welt zu retten!“, war auf allen Medien erhalten geblieben.

Bemerkung am Rande: Das Kinderbuch besitze ich noch: Erstausgabe vom 6. Februar 2018. Leider fehlt mir jeglicher Beweis, dass das Buch schon vor seiner Veröffentlichung sich in meinem Besitz befand. Das Geschehen in New York behielt ich für mich! Ich wollte mich nicht der Lächerlichkeit preisgeben! Aus dem gleichen Grund vermied ich es auch, mit dem Autor Kevin John Scott Kontakt aufzunehmen. Heute weiß ich, dass meine Vogel-Strauß-Taktik ein sehr großer Fehler gewesen ist!

Meine mehrmaligen Nachfragen bei der Geschäftsleitung des NYPL nach dem Beamten Jo Bo blieben erfolglos! Irrtümlicherweise wurde eines Tages mein Anruf zum Informationsschalter weitergeleitet. Zufällig hatte die damalige Mitarbeiterin von Jo Bo Dienst. Sie entsann sich meiner, als ich die Absonderlichkeit mit meinem Buch erzählte. Dessen Hintergrund hatte sie damals keine Bedeutung zugemessen, erinnerte sich auch nicht an weitere Details. An ihren Mitarbeiter besann sie sich andererseits nur allzu gern, einen jungen Studenten namens John Beauregard, der an dem Tag im NYPL nicht mehr als eine Stunde aushalf. Sie fragte mich, ob ich zufällig seine derzeitige Adresse kennen würde.

Einer Registrierung dieses John Beauregard beim Meldeamt bin ich nie nachgegangen!

Meine Befürchtung!

Am Dienstag, den 6. Februar 2018, in der Retrospektive betrachtet, gewann der skurrile Vorfall im NYPL an zusätzlicher Kuriosität. Auf den Tag genau waren seitdem vier Jahre vergangen. Mein Science-Fiction-Thriller entstand innerhalb diesem Zeitraum. Dann diese Bizarrerie bei mir zu Hause, genau auf den Tag vier Jahre später. Diese zeitversetzten Geschehnisse hatten gleiche Kalendertage. Dieser Umstand wühlt mich heute umso mehr auf, weil der einhergeht mit dem Datum der Fertigstellung meiner Erzählung. Fernerhin korrumpiert meine Kenntnis um die metaphorische Bedeutung der Dreizahl, der Triade der Kalendertage, meine logische Gedankenwelt. Meine Befürchtung artet immer mehr zu einer Phobie aus:

„Benötigen diesen Notizen eine Erwähnung in einer gegenwärtigen Erzählung, um eine zukünftige Apokalypse auszulösen?“

Meiner Erwägung durch Logik die Zufälligkeit der Gleichheit der Jahrestage, als unerheblich und profan abzutun, folgte die Ernüchterung die ausführende Hand eines tödlichen Komplotts zu sein.

Ich überlege ständig hin und her, ob ich es verantworten kann mein Manuskript einer Agentur oder einem Verlag zur Publikation zu überlassen. Wie jeden Tag die letzte Zeit verlasse ich auch heute Morgen wieder unverrichteter Dinge die Schreibtischkonsole meines Computers.

 „Auf dem Bildschirm meines Computers wird eine Bewerbungsmail angezeigt, die seit Monaten bereitsteht, um verschickt zu werden. Die Kuppe meines rechten Zeigefingers lag auch heute wieder unruhig auf der Entertaste der Tastatur. Düstere Gedanken verfolgen mich! Mei-ne innere Unruhe überträgt sich auf die Fingerspitze des Zeigefingers meiner Hand. Seit Monaten arbeite ich an mir, um die Mail abzuschicken! Doch mein Wille kapituliert, beim Gedanken an die Konsequenzen dieser Aktion.“

Es beschäftigte mich fortan die Frage, welche gefährlichen Kettenreaktionen die Publikation meines Werkes auszulösen vermag. Ich verfasste vorerst nur ein 58-seitiges Exposé und begab mich 2018 auf die Suche nach einer geeigneten Agentur oder Verlag, um meinen Science-Fiction-Thriller verlegen zu lassen. Ohne Erfolg!

Nachwort zur Eröffnung zu meinem Roman!

Im Sommer des Jahres 2068 läuft unser Universum Gefahr sich Innerhalb von vier Stunden in Nichts aufzulösen. Alle planetarischen Zeitzeugen riskieren ausgelöscht zu werden. Auf dem Planeten Erde wüteten schon 18 Jahren davor die ersten Vorboten zu diesem Desaster. Infolge einer Serie von apokalyptischen Ereignissen waren damals für 12 Monate alle Lichter ausgegangen. Die Rasse der Homo sapiens wurde unumkehrbar zurück ins Mittelalter katapultiert.

Der weltweiten Zerstörung der Ressourcen bis in eine Tiefe von 15 Metern, entkam lediglich ein kleiner Teil der Menschheit ein Jahr lang im tiefer gelegenen Untergrund. Schon ein Jahr nach der Apokalypse konnten die Manhattaner ihren Zufluchtsort, die Subway, verlassen. Der Zugang zur Oberfläche barg keine Gefahr mehr, doch sie mussten bar jedweder Automatisationstechnik existieren. Den Zugriff auf die restlichen Ressourcen und die modernen Technologien hatte sich eine intelligentere Rasse infolge der Evolution gesichert. Zum Schluss leisteten weltweit nur noch die Manhattaner Widerstand gegen die Botaniker. Um ihren Willen zu brechen, wurde dann im Jahr 2067 ihr Stadtbezirk mit einer 50 Meter hohen schwarzen durchlässigen Wand umschlossen. Diese war zwar durchdringbar, doch jeglicher Versuch durch diesen Wall zu flüchten, endete tödlich. Nunmehr, siebzehn Jahre später, sehen die Manhattaner sich auch von der Einkerkerung durch die „schwarze Schranke“ befreit.

 „In Manhattan wird in den nächsten vier Stunden ein Vabanquespiel vonstattengehen, wobei nicht wenige der Protagonisten alles auf eine Karte setzen werden, um ihre Existenz zu sichern!“

Sind die Tage der Manhattaner gezählt oder haben sie trotzdem noch eine Überlebenschance. Was passiert während denen nächsten vier Stunden? Reichen diese aus, um in Manhattan den Restbeständen der Rasse des Homo sapiens womöglich ein menschenwürdigeres und edleres Leben als das vergangene zu ermöglichen? Oder machen im Reigen der Evolution andere Wesen das Rennen um sich die Vormachtstellung auf dem Planeten Erde zu sichern?

„Es verbleiben nur noch 4 Stunden, um die Welt zu retten!“

Kernbotschaft!

Ob die Tage unseres Planeten und des Universums irgendwann gezählt sein werden, scheint mir unerheblich zu sein. Wer einen Wettstreit der Rassen schlussendlich gewinnt oder verliert, ist für mich belanglos. Denn das Fortleben des Individuums steht scheinbar nicht im Mittelpunkt der Entwicklung von Intelligenz in den Universen. Seit Adams Zeiten neigen vernunftbegabte Wesen dazu sich als die Hauptattraktion, als eine gekrönte Figur im existenziellen Tanz des Überlebens darzustellen. Ich befürchte, dem ist nicht so! Die intelligent gewordene Materie Mensch ist nicht die Krönung der Schöpfung!

Bei der apokalyptischen Auseinandersetzung in diesem Science-Fiction-Thriller geht es ebenfalls nicht um den Fortbestand einer bestimmten Rasse. Im evolutionären Kontext zählt unleugbar nur das Überdauern von besseren Eigenschaften, um diese über Generationen hinweg weiter zu vererben. Demzufolge entstehen fortwährend und evolutionsbedingt neue Wesensarten mit mehr angepassten und stärkeren Eigenheiten als die der vorherigen.

Lediglich das unerbittliche und transzendierende Gesetz des Zufalls und des Chaos im Universum korrumpiert hie und da dieses natürliche Prinzip der Auslese. Dies passiert synonym zu dem Geschehen in einem schwarzen Loch, in dem die Gesetze der Physik allzumal zusammenbrechen.

Werden unsere nachfolgenden Generationen ein solch schwarzes Schlupfloch zu nutzen wissen, um sich ihre Existenz auf der Erde oder einem anderen Planeten zu bewahren? Oder sind sie alternativlos auf Gedeih und Verderb einer unergründlichen Gewalt ausgeliefert?

STOPP, … vergessen Sie’s, in diesem Science-Fiction-Thriller werden Sie keine Antwort auf diese Fragen finden!

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