1) Ouvertüre zum Desaster!
Es begann vor ein paar Jahren während eines Kurzurlaubs in New York! Mir wurden mit einem mysteriösen Trick zwei aneinandergeheftete Bücher in die Hände gespielt. Es handelte sich um Notizbücher! Auf dem Buch mit Hartdeckel befand sich das Symbol des Auges der Vorsehung. Mein Interesse für Grenzwissenschaften hält sich extrem in Grenzen! In den Texten war ferner keine Rede vom spirituellen Weg der Erkenntnis, im Gegenteil. Dennoch geriet ich sonderbarerweise in den Bann des esoterischen Inhalts beider Bücher.
2) New York-Manhattan – Die multiplexe Apokalypse – die Zeit danach!
Wir schreiben das Jahr 2068. Auf der Erde herrschen weltweit wieder nahezu mittelalterliche Zustände. Vor 18 Jahren hatte eine multiplexe Apokalypse jede Art von menschlicher Errungenschaft ausnahmslos platt gemacht. Die Erdbewohner wurden dabei jeglicher Technologie beraubt. Die Evolution der Menschheit war gegenstandslos geworden und ihre Kultur war dem Untergang geweiht.
3) New York – Grand Central Terminal – Nur noch eine Stunde!
In etwa 6,1 Meter Tiefe der Subway Manhattans, unterhalb des Hotels Waldorf Astoria, herrscht momentan Aufregung. Einige Männer durchforsten hier die Galerien des Bahnhofs Grand Central Terminal. Dieses unterirdische Gelände, ist von der Oberfläche aus betrachtet durch die 49th und die 50th Street sowie die Park- und Lexington-Avenue eingegrenzt. Ein historisch interessanter Bereich in diesem Sektor ähnelt einer großen chaotischen Baustelle mit abgestellten Gleisfahrzeugen, liegen gelassenem Baumaterial und umherliegenden Gerätschaften; also hunderttausend verschiedene Versteckmöglichkeiten für jemanden, der nicht entdeckt werden möchte.
4) Maulwurfwelt – Teil 1 – Tunnelmenschen!
Im neunzehnten Jahrhundert ab 1820 war New York für viele Einwanderer das Tor der Tore in die Vereinigten Staaten von Amerika. Diese Stadt, von der man später behaupten wird, dass sie niemals schläft, spielte lange Zeit eine gewichtige Rolle als Einwanderungsportal. Die Motive der Emigranten waren vielfältig. Da war einerseits die Gruppe der politisch oder religiös Verfolgten. Andererseits entflohen viele ihrer alten Heimat wegen Bedrohungen wie Hungersnöte oder Seuchen. Oder im Vordergrund ihrer Flucht standen schlicht und einfach Arbeitsmangel und unerträgliche Lebensbedingungen. Diese letzte Gruppe bildete den Block der Wirtschaftsflüchtlinge. Schändlicherweise kam hinzu, dass die damals schon auf dem Territorium der Ureinwohner Amerikas ansässigen Europäer unzählige schwarzhäutige Menschen vom afrikanischen Kontinent in die neue freie Welt verschleppten.
5) Paralleluniversum – Der chirurgische Eingriff- Nach der letzten OP
Auf einem erdähnlichen Planeten in einem Paralleluniversum erfolgte gestern eine letzte entscheidende chirurgische Intervention an der Bauchspeicheldrüse einer Patientin. Es war die dritte innerhalb von ein paar Wochen. Leider gab es auch bei dieser Operation Probleme! Der Chirurg musste den Eingriff abbrechen infolge einer paradoxen Reaktion auf der Ausführungsebene im Operationsroboter! Das Karzinom konnte nicht in seiner Struktur destabilisiert werden, aufgrund dessen die körpereigene Abwehr das kranke Gewebe abgebaut hätte! Der Professor, die unangefochtene chirurgische Koryphäe des Klinikums, suchte bisher vergebens nach Erklärungen für das mehrmalige Scheitern seines besten Chirurgen.
7) Maulwurfwelt – Teil 2 – Genese der Clans
Die Bildung von jugendlichen Clans nach der Apokalypse, wie die der Italiener und der Chinesen in der Subway von Manhattan, geschah eher zufällig. Die unterschwelligen Ressentiments dieser beiden Volksgruppen sowie die bejahte Blutverpflichtung einiger ihrer Mitglieder führten schon davor dazu, dass die Jugendlichen beider Clans vorzeitig unterirdisch militärische Vorkehrungen trafen. Wegen der Realisierung von Wehranlagen in der Subway und ihrer präventiven strategischen Planungen überlebten alle italienischen und chinesischen Jugendlichen den Weltuntergang. Das Überleben danach gestaltete sich schwieriger. Doch ganz gleich ob Clanmitglied oder nicht, die ein paar Tausende Überlebende in Manhattan überstanden die Nachwehen der Apokalypse nur wegen des Gelingens des Projektes Lowline und der Nachahmungen dieser Grünanlage in anderen Bahnhöfen. Diese Parkanlagen wurden nach dem Endzeitspektakel zu Obst- und Gemüsegärten umgestaltet. Diese sicherten die Lebensmittelversorgung, wenn auch in der Vielfalt und Quantität eingeschränkt. In verschiedenen Metropolen weltweit hatte man ähnliche Gartenprojekte in den Untergrundbahnen realisiert.
